visorApps Netzwerk > visorApps > Barrierefreies Leitsystem BlindFind für Blinde und Sehbehinderte

Durch das Zusammenspiel der von visorApps entwickelten BlindFind-App für iPhone und Android mit den in Gebäuden angebrachten visorBoxen können die Nutzer sich akustisch zu wichtigen Punkten wie Büros, Toiletten, Fahrstühlen oder Treppen leiten lassen sowie Informationen zur Orientierung und Navigation erhalten. So wird ein selbstständiges Erkunden öffentlicher Gebäude erleichtert oder überhaupt erst möglich.

Die BlindFind-App ist im App Store und im Play Store kostenlos verfügbar.

So funktioniert BlindFind:

visorBoxen – mit Bluetooth vom Smartphone erkannt

Schematische Darstellung eines Innenraumes von oben. Ein Mann mit Blindenstock betritt den Raum mit einem Smartphone in der Hand. Im Raum befinden sich ein Informationsschalter und eine Garderobe sowie an den Wänden die Türen zu einem Fahrstuhl, einem Treppenaufgang sowie zu einer Damentoilette, einer Herrentoilette und einer barrierefreien Toilette für Menschen mit Behinderung. Jeder dieser Punkte ist mit einer blauen visorBox versehen, welche Signale aussendet. Rechts im Bild sieht man eine Detailaufnahme des Smartphones mit laufender BlindFind-App, in welcher sämtliche von den BlueTooth-Boxen übertragenen Punkte namentlich aufgelistet sind, z. B. "Fahrstuhl", "Garderobe" oder "Treppenhaus".

Die App BlindFind ermöglicht in Verbindung mit den neuartigen visorBoxen von visorApps die selbständige Orientierung auch innerhalb von Gebäuden: Wichtige Punkte werden mit den visorBoxen ausgestattet, die, von der App aktiviert, eine akustische Orientierung in Form eines Tones oder einer Ansage anbieten. Zusätzlich werden weitergehende Informationen vom Smartphone ausgegeben, wie Öffnungs­zeiten etc.

Auswahl des Zieles per BlindFind

Schematische Darstellung des Innenraumes wie im vorhergehenden Bild. Der Mann wählt im Detailbild des Smartphones in der BlindFind-App den Punkt "Fahrstuhl". Das Smartphone nimmt Verbindung mit der entsprechenden Visor-Box auf. Verdeutlicht wird das durch blaue Linien zwischen beiden Geräten.

Die App listet zunächst die rele­vanten Orte im Raum auf. Der Nutzer kann im Anschluss einen der angezeigten Zielpunkte auf dem Smartphone auswählen. Es entsteht eine Bluetoothverbin­dung zwischen Smart­phone und der entsprechenden visorBox.

Auswahl des Zieles per BlindFind

Schematische Darstellung des Innenraumes wie in den beiden vorhergehenden Bildern. Nachdem der Mann den Zielpunkt "Fahrstuhl" gewählt hat, sendet die über der Fahrstuhltür montierte Visor-Box eine Sprechblase mit "Fahrstuhl" aus und der Mann setzt sich in Richtung des Ziels in Bewegung. Auf der Detaildarstellung des Smartphones sind Zusatzinformationen des gewählten Punktes "Fahrstuhl" geöffnet. Darin erhält der Nutzer detailliertere Informationen zur Lage des Ziels und erfährt z.B., welche Räume sich in der Nähe befinden und wie er vom gewählten Ziel "Fahrstuhl" aus dorthin gelangt.

Die jeweilige visorBox gibt darauf­hin per Lautsprecher die zur Orientierung nötige Information aus, z.B. „Fahrstuhl“. Durch die direkte Kommunikation zwischen der visorBox und dem Smartphone des Nutzers werden alle bisher vorhandenen Lösungen in Genauig­keit und Nutzerfreundlichkeit übertroffen.

Datenschutz

Die BlindFind-App speichert Inhaltsinformationen und Zeitstempel derjenigen visorBoxen, die beim Betrieb der App in Funkreichweite kommen. Dies dient zur schnelleren Anzeige dieser Informationen bei einem erneuten Kontakt und zur Minimierung der notwendigen Bluetooth-Verbindungen zwischen App und Box. Alle gespeicherten Daten verbleiben auf dem Gerät. visorApps hat keinen Zugriff darauf. Es besteht die Möglichkeit, dass die gespeicherten Daten im Rahmen eines Backups in das Internet und auf andere Geräte übertragen werden. Auf solche Prozesse hat visorApps keinen Einfluss und es gelten diesbezüglich die Datenschutzerklärungen der jeweiligen Hersteller der Geräte und der verwendeten Betriebssystem- oder Backup- Software.

Der Datenaustausch zwischen BlindFind-App und den visorBoxen erfolgt lokal über eine Bluetooth-Verbindung. Es finden dabei keine Verbindungen zum Internet statt. Die visorBoxen selbst speichern bei einer Verbindung mit der BlindFind-App keine Daten zur Identität der betreffenden Geräte oder Anwender. Es wird lediglich gezählt, wie viele Verbindungen in einem bestimmten Zeitraum statt gefunden haben, um die allgemeine Nutzungshäufigkeit nachvollziehen zu können.

Die Betreiber der visorBoxen haben die Möglichkeit, für weitere Informationen Links auf Server oder Internetseiten in der Box zu hinterlegen. Bei der Aktivierung dieser Links in der BlindFind-App durch den Anwender könnte ein Anwender-Tracking durch die hergestellte externe Verbindung stattfinden. Auf solche Vorgänge hat visorApps keinen Einfluss und es gelten in diesen Fällen die Datenschutzerklärungen der Betreiber der aufgerufenen Server oder Webseiten.

Logo: gefördert durch das Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt DresdenDie Entwicklung der visorBoxen und der BlindFind-App wurde vom Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden gefördert.